Filmofen

The World's End (2013)

14.09.2013

Inhalt:

Gary (Simon Pegg) steckt in der Vergangenheit fest. Stolz erzählt er bei den anonymen Alkoholikern vom letzten gescheiterten Versuch, die "goldene Meile" in seiner Heimatstadt zu vollenden. Die "goldene Meile" bezeichnet 12 Pubs in denen man jeweils einen Pint Bier trinken muss um sich zuletzt im "World's End" die letzten 568ml Bier einzuverleiben und dann mit 6.816ml Bier intus zur Legende zu werden. Gary ist davon besessen, es noch einmal zu versuchen und trommelt seine alten Freunde Andy (Nick Frost), Oliver (Martin Freeman), Steven (Paddy Considine) und Peter (Eddie Marsan) zusammen, die mehr oder weniger widerwillig zusagen. Doch die Rückkehr in ihre alte Stadt fühlt sich merkwürdig an. Alles sieht gleich aus und fühlt sich doch ganz anders an. Irgendetwas stimmt hier ganz und gar nicht, wie die Freunde schon bald feststellen müssen.

Review:

Das ist er nun, der Abschluss von Edgar Wrights "Blood & Ice Cream"-Trilogie, gerne auch die "Three Flavours Cornetto"-Trilogie genannt, die mit der Zombiekomödie "Shaun of the Dead" begann und nach der Krimikomödie "Hot Fuzz" nun in einer glorreichen Sauftour endet, die, wie die Vorgänger auch, ein bestimmtes Genre auf den Kopf stellt. Welches, das sollte man vorher lieber nicht wissen, auch wenn es in sämtlichen Trailern leider schon verraten wird.

Es ist daher schwierig, ausführlicher über den Film zu schreiben, ohne die großen Wendungen vorweg zu nehmen, die jeder besser für sich selbst entdecken sollte. Je weniger man im Vorfeld über diesen Film weiß, desto mehr Spaß sollte man damit haben. Soviel sei gesagt: Wer die anderen beiden Teile mochte, sollte auch "The World's End" unbedingt sehen. Simon Pegg und Nick Frost spielen weit außerhalb ihrer comfort zone, besonders Simon Pegg war noch nie so gut wie hier und vermag es, für den eigentlich unsympathischen Gary doch stets ein gewisses Mitgefühl des Zuschauers aufrecht zu erhalten. Nick Frost darf unterdessen erstaunlich kräftig in den diversen Pub-Schlägereien austeilen und beide werden von ausgezeichneten Nebendarstellern unterstützt, die in diesem Film fast schon etwas verheizt sind, da ihre Figuren teilweise etwas unterrepräsentiert sind.

"The World's End" ist ein ganz großer, sehr britischer Spaß von Anfang bis Ende, bietet viele witzige Momente, die zu schallendem Gelächter einladen, innovative Actionszenen, die besser sind als vieles, was man im Sommer 2013 im Kino zu sehen bekam und einen durchaus überzeugenden emotionalen Kern über Freundschaft und das Erwachsenwerden.

Der Text fällt dieses Mal auch aus einem anderen Grund so kurz aus. Ich wurde nämlich von den lieben Kollegen des Kontroversum Podcast eingeladen, an ihrer neuen Folge teilzunehmen und in der Hauptkritik über "The World's End" mitzudiskutieren. Man sollte den Film allerdings vorher gesehen haben, da wir relativ detailliert auf die Handlung eingehen und auch vor Spoilern nicht zurückschrecken. Hört doch mal rein, die vorherigen Kurzkritiken sind spoilerfrei.

In unseren Kurzkritiken sprechen wir über:

00:00:00 – Oh Boy
00:13:01 – Room 237
00:24:08 – R.E.D. 2
00:30:36 – Riddick

Unsere Hauptkritik findet ihr ab:

00:46:20 – The World’s End

Download Kontroversum Podcast Folge 16: The World's End

8/10