Filmofen

Japanische Udon-Nudeln (und dazu passende schnelle Suppe)

24.09.2014

Zutaten

Für die Nudeln:

Für die Suppe

Zubereitung

Neulich habe ich mal wieder eine Suppe mit Udon-Nudeln gemacht und schnell festgestellt, dass in meinem Freundeskreis zwar durchaus Interesse besteht, aber kaum einer weiß, wie man Udon-Nudeln macht. Noch dazu sind sie im Handel frisch oft kaum und wenn, dann nur teuer zu bekommen. Getrocknete Udon-Nudeln sind dagegen geschmacklich nur halb so gut wie frische. Grund genug, mich mal wieder hinzusetzen und mein Rezept für die Allgemeinheit niederzuschreiben. Denn Udon-Nudeln sind wahrlich nicht schwer herzustellen und wirklich lecker. Zusätzlich gibt es ein dazu passendes einfaches und schnelles Suppenrezept, wenn ich mal wieder Zeit und Muße habe, werde ich auch mal wieder das Rezept machen, bei dem man die Suppe mit nahezu nur frischen Zutaten von Grund auf selbst macht. Genug Vorgeplänkel, auf in die Küche!

Udon-Nudeln

1. Schritt: Nudelteig herstellen

Der Nudelteig ist sehr einfach herzustellen. Die größte Schwierigkeit dabei dürfte sein, Hartweizenmehl zu bekommen. Im gut sortierten Lebensmittelhandel sollte es aber inzwischen zu finden sein. Oft auch als Pasta-, Nudel- oder Spätzlemehl bezeichnet. Das Hartweizenmehl hat für die Nudelherstellung bessere Eigenschaften als herkömmliches Mehl und gibt den Nudeln eine schöne gelbliche Farbe. Zur Not kann man die Nudeln aber auch nur mit normalem Mehl machen. Die angegebene Menge reicht für 2 Personen, andere Mengen sind natürlich sehr leicht zu berechnen: 2/3 Hartweizenmehl, 1/3 Weizenmehl, halb so viel Wasser wie Mehl dazu und 10% der Wassermenge Salz. Soweit verständlich? Gut.

Die beiden Mehlsorten und das Salz in eine Schüssel geben, gut durchmischen. Dann nach und nach Wasser hinzu und mit der Hand zu einem Teig kneten. Der Teig ist ein eher trockener und zunächst nicht immer homogener Teig, es ist nicht ungewöhnlich, wenn sich nicht gleich alle Brösel leicht in den Teig kneten lassen. Sobald alle Zutaten einen großen Klumpen bilden schreiten wir weiter zur original japanischen Udonteig-Knettechnik!

Den Teig in einen großen Gefrierbeutel oder mehrere Lagen lockerer Frischhaltefolie packen, auf den Boden legen und ca. 10min mit den Füßen kneten. Einfach darauf rumtreten, zwischendurch gegebenenfalls nochmal öffnen und wieder zu einer Kugel formen, weitertreten. Nichts knetet besser als dein Körpergewicht! Am Ende sollte der Teig sich weitaus geschmeidiger anfühlen und homogener aussehen. Den Teig wieder zu einer Kugel formen, zurück in die Tüte oder Frischhaltefolie packen und 30-60min ruhen lassen. Währenddessen kann man ja schon mal Suppe machen.

2. Schritt: Nudeln schneiden

Den Teig mit einem Nudelholz auf ordentlich gemehlter Arbeitsfläche ca. 5mm dick ausrollen. Den ausgerollten Teig von beiden Seiten gut mehlen, ein Drittel von unten einschlagen, das obere Drittel darüber legen und den Teig in ca. 5mm breite Streifen schneiden. Die Nudeln auseinanderziehen, auf die Hand nehmen und das überschüssige Mehl ein wenig abschütteln.

3. Schritt: Nudeln kochen

Die Nudeln in kochendes Salzwasser geben und etwas 5min kochen. Für die Kochzeit muss man ein Gefühl bekommen, sie ist deutlich abhängig davon, wie dick die Nudeln geschnitten sind. Die Nudeln haben wenn sie fertig sind eine weich federnde Konsistenz und wenn man sie durchschneidet darf kein Mehlkern mehr sichtbar sein.

Suppe

Das Suppenrezept ist wie gesagt denkbar einfach und verwendet einige fertige Zutaten um Zeit zu sparen. Ich verwende als Grundlage für die Suppe Fond aus dem Glas, wer das nicht kennt: Fond ist letztlich das, was man beim Auskochen von Fleisch oder Gemüse erhält und als Grundlage für Suppe benutzt. Im Prinzip kauft man das also fertig statt es selbst stundenlang auszukochen. Fond ist meist sehr intensiv, weshalb er für die Suppe mit Wasser locker auf das Doppelte gestreckt werden kann. Ich verwende gerne 1 Glas Gemüse- und ein Glas Hühnerfond. Statt Fond könnte man auch Dashi Suppenpulver aus dem Asialaden als Grundlage nehmen.

1. Schritt: Zutaten vorbereiten

Das Hühnerfleisch in schmale Streifen schneiden, in eine Schüssel geben, mit schwarzem Pfeffer würzen und mit Sojasoße übergießen. Das dürfen ruhig ca. 100ml sein, die Sojasoße sollte vom Fleisch nicht komplett aufgesogen werden. Ich empfehle hierbei eindeutig eine etwas teurere japanische Sojasoße, in jedem Fall sollte in der Zutatenliste Mononatriumglutamat bzw. E621 nicht auftauchen. Je natürlicher die Zutatenliste, desto besser. An sich besteht eine gute Sojasoße lediglich aus Soja, Weizen, Salz und Wasser. Fond und Wasser in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Derzeit die kleinen Champignons vierteln, Soja-Sprossen aus dem Glas abgießen bzw. frische Sojasprossen 1 min in kochendes Wasser werfen und dann abschöpfen. Die Frühlingszwiebeln waschen, welke Teile entfernen und in dünne Ringe schneiden.

2 Schritt: Suppe kochen

Sobald die Flüssigkeit im Topf kocht das Hühnchenfleisch dazugeben und einige Minuten kochen lassen. Dann die Pilze hinzugeben und 1-2min mitkochen. Die Suppe schonmal mit etwas Chili und Sojasoße abschmecken, dann von der heißen Platte nehmen. Die Sprossen und Frühlingszwiebeln dazu geben, sowie 2-3 EL dunkle Miso-Paste einrühren. Die Suppe einige Minuten ziehen lassen (sobald die Miso-Paste in der Suppe ist sollte sie nicht wieder zum Kochen gebracht werden) und gegebenenfalls mit mehr Miso, Chili und/oder Sojasoße abschmecken. Hier kommt es wirklich auf den persönlichen Geschmack an. Zuletzt die gekochten Udon-Nudeln dazu geben.

Wenn man die Suppe nicht gleich komplett essen will, empfiehlt es sich, Sprossen, Frühlingszwiebeln und Nudeln nicht mit in den Topf zu geben, sondern direkt in den Teller, dann mit Suppe übergießen und einige Minuten ziehen lassen.

So schnell und so einfach geht's und bisher kam diese Suppe bei meinen Freunden immer sehr gut an.